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Cinque Terre – Insel Elba – Pisa

Bericht vom 24. – 28. September 2017 | Bus Nummer 40

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Scalenghe Cornelia

Cornelia Scalenghe

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Antoine de Saint-Exupéry

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiter geworden?

Schon in meinem früheren Beruf als Flight Attendant (Flugbegleiterin) hat mich das Reisen fasziniert und nach einer 10-jährigen Pause hat mich die Lust wieder gepackt , etwas in dieser Richtung zu arbeiten.

Was zeichnet dich als Reiseleiter aus?

Herzlichkeit

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Unvoreingenommenheit

Neugier

Gute Laune

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

An etwas ausgesprochen Lustiges kann ich mich gar nicht erinnern, doch an viele schöne Momente, die ich mit meinen Gästen verbracht habe; die Dankbarkeit die man spürt, wenn die Gäste beim „adieu“ sagen „es isch super gsii“.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Es erstaunt mich immer wieder wenn ich sehen, das die Gäste während einer Reise Freundschaft schliessen, Menschen die sich im Alltag wohl gar nicht kennenlernen würden; jung und alt, bunt gemischt…

Cinque Terre – Insel Elba – Pisa

Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln

Mit diesem Gedanken beginne ich am Sonntagmorgen meine 5-tägige Reise nach Pisa, Elba und Cinque Terre.

In Thun treffe ich meinen Chauffeur Gerd Baumgarten und zwei etwas verdutzte Gäste, da sie ganz alleine im Bus sitzen. Doch schon in Bern füllt sich der Car immer mehr und in Luzern sind wir dann fast voll belegt. Dann kann unsere Reise Richtung Italien beginnen.

Ich erzähle meinen Gästen ein wenig von der italienischen Mentalität, Kultur und den Gepflogenheiten und so gewöhnen sie sich bald an mein „Walliserditsch“ und finden das auch ganz lustig. Zum Glück gibt es ja noch Gerd, unseren Chauffeur aus Deutschland, der im Notfall übersetzen kann.

Alles verläuft nach Plan und auch der Gotthardtunnel verschont uns von dem üblichen Stau. Nach einer kurzweiligen Fahrt via Mailand, Piacenza, Parma und Carrara treffen wir in unserem sehr hübschen, familiengeführten Hotel „King“ in Marina di Pietrasanta ein.

Die ersten Gäste können es kaum erwarten noch einen kleinen Spaziergang am nahegelegenen Strand zu unternehmen, bevor uns feine, italienische Spezialitäten zum Abendessen erwarten.

 

„Wie wenig Lärm machen doch die wirklichen Wunder dieser Welt.“ – Antoine de St. Exupéry

Den heutigen Tag verbringen wir in Pisa. Unsere lokale Reiseleiterin Gabriella erwartet uns im Hotel und wir fahren der Küste entlang, vorbei an Lido di Camaiore, Viareggio, wo sich die Grabstätte (Torre del Lago) von Giacomo Puccini befindet, bis nach Pisa.

Unsere Gabriella ist ausgesprochen unterhaltsam; sie lehrt uns gleich, was „Schick-Scheck-Schock“ bedeutet (wir Frauen kaufen gerne schick ein, bezahlen mit Scheck und der Ehemann zuhause ist nach dem Erhalt des Bankauszuges geschockt).

Als wir dann auf der „Piazza dei Miracoli“ ankommen, staunen wir nicht schlecht über den prächtigen Domplatz und seinem weltberühmten, schiefen Turm. Er ist wirklich unglaublich schief und man hat das Gefühl, dass er jederzeit umkippen könnte. Unsere zweite lokale Reiseleiterin Christine erzählt uns viel Interessantes über diesen Platz, den Dom und die Sanierungsversuche des schiefen Turms. Wer möchte, kann sich nun Tickets besorgen um selbstständig den Dom, das Museum oder den Turm zu besuchen. Wir anderen erkunden den Rest dieser berühmten Stadt. Viele sind überrascht über die Vielfältigkeit dieser Universitätsstadt und am Ufer des Arno sind wir vollends überwältigt. Die Sonne strahlt und wir lassen unsere Seele baumeln.

Am Nachmittag dürfen wir den Weinkeller der Familie Basile in Pietrasanta besichtigen. Der für uns zubereitete Imbiss mit „bruschetta“, „tagliatelle della nonna“ und „dolce“ (Dessert) schmeckt ausgezeichnet. Vor allem die Degustation der auserlesenen Weine dieser Kellerei gefällt meinen Gästen ausgezeichnet. Das lockert die ohnehin schon lustige Gesellschaft noch mehr auf und schweren Herzens machen wir uns gegen Abend auf den Heimweg.

 

„Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.“ – Franz Kafka

Mit ganz kleinen Augen treffen wir uns am nächsten Tag frühmorgens, um nach Piombino zu fahren. Dort wird unser Bus vom riesigen Bauch der Fähre verschlungen und wir geniessen die Überfahrt von Piombino nach Portoferraio, wo wir von Lucia erwartet werden.

Begistert führt sie uns über die traumhafte Insel Elba. Es gibt viel zu sehen und wir lassen die tiefblaue Farbe des Meeres auf uns wirken. Wir besuchen Marciana Marina, wo viele meiner Gäste die Möglichkeiten nutzen, kleine Köstlichkeiten wie Olivenöl oder die typische Gewürzmischung „aglio, olio e peperoncino“ zu kaufen. Andere gönnen sich einen „aperitivo“. Zum Mittagessen kann sich jeder eine „pizzeria“ oder ein „ristorante“ in Marina di Campo aussuchen um die typische, italienische Küche zu geniessen.

Weiter geht es nach Porto Azzura, wo wir noch einen kleinen Spaziergang unternehmen. Dann heisst es leider Abschied nehmen von der drittgrössten Insel Italiens. Ein langer Tag geht zu Ende.

 

„Wenn wir auch die ganze Welt bereisten, um Schönheit zu finden, wir müssen sie mit uns tragen, sonst entdecken wir sie nicht.“

Cinque Terre, der letzte Höhepunkt unserer Reise. Wir treffen unsere aufgestellte und bestens vorbereitete Reiseleiterin Sandra.

Auch heute lässt uns die Sonne nicht im Stich und so wird auch unseren letzten Tag zu einem traumhaften Erlebnis. An der Steilküste Liguriens liegen fünf berühmte Küstendörfer, die sich alle ihre romantische Ursprünglichkeit erhalten haben. Pastellfarben gestrichene Häuser an steilen Felshängen, verwinkelte Gassen und alte Fischerhäfen bestimmen das Bild.

Diese kleinen, farbigen Dörfer in den Cinque Terre muss man einfach gesehen haben. Sie „kleben“ wie kleine Schwalbennester an den Hügeln und man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Sandra erzählt uns viel Interessantes über Land und Leute, die Weinhügel und den bekannten leicht süsslichen Weisswein „Sciacchetrà“, der nur aus den besten Trauben gekeltert wird. Er ist ein köstlicher Wein, der sich mit den besten Süssweinen der Welt vergleichen lässt.

Wir geniessen die Schifffahrt von Vernazza nach Monterosso und am Nachmittag nochmals die Fahrt nach Portovenere, wo wir diese malerischen Dörfchen nochmals vom Meer aus bewundern können.

Mit der Rückfahrt am nächsten Tag endet unsere Reise.

„Sei nicht verzweifelt, wenn es um das Abschied nehmen geht. Ein Lebewohl ist notwendig, ehe man sich wiedersehen kann.“

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