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Berlin, Potsdam & Dresden

Bericht vom 6. – 11. Juni 2017 | Bus Nummer 8

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Heidi-Halter-NEU

Heidi Halter

Kaum zu Hause, zieht es mich wieder in die Ferne

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Nach Jahren in einem Bürojob wollte ich die letzten Jahre meines aktiven Berufslebens mit einer Tätigkeit ausfüllen die mir wirklich Spass macht.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Der Umgang mit Menschen, das Organisieren und Improvisieren, die immer wieder neuen Destinationen, die meist tollen Leute und die Zufriedenheit wenn sich die Gäste mit einem „danke, es war toll“ verabschieden nach einer Reise

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Mein Bestreben, mit 100% zufriedenen Kunden von der Reise zurückzukommen.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Meist geht es auf einer Gruppenreise lustig zu, die Leute verstehen sich gut, können sich über das Erlebte austauschen und oft wird gelacht (oder gar gesungen) im Bus.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei car-tours.ch am besten?

Ich kann mich darauf verlassen, dass das Programm gut ausgearbeitet ist, dass die Hotels, Restaurants, etc. gut sind. Zudem kommt niemals Routine auf, jede Reise ist wieder anders.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Ich bin Schottland Fan geworden, ganz besonders die Highlands begeistern mich. Und…. Ich liebe Haggis.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Es gibt unzählige Reisen die ich gerne machen würde und wenig bis keine Destinationen die mich nicht interessieren. Der absolute Hit wäre natürlich eine Reise zu den Nordlichtern, da ich von Astronomie und allem was damit zusammenhängt fasziniert bin.

Was auf jeder Reise unverzichtbar?

Das NW Fähnli ist immer dabei

Welches Buch darf auf keiner Reise fehlen?

Habe während der Reisen keine Zeit zum lesen ?

Verrate uns deinen unerfüllten Reisetraum?

Sankt Petersburg habe ich privat schon besucht, würde aber eine car-tours-Reise dorthin absolut super finden.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Wir fuhren auf einen Parkplatz in Schottland, da sagte der Chauffeur „super, da um die Ecke sind ja auch gleich Toiletten“. So liess ich die Leute aussteigen und schickten sie in die Richtung dieser Toilette. Sie kamen alle wieder und sagten, dass sie keine Toiletten gefunden haben… Als ich dann nachschauen ging, kam ich zu einem Schild wo stand „To let“. Wir alle (auch der Chauffeur) haben uns köstlich darüber amüsiert und lachten wenn immer wir ein „to let“ Schild sahen während der ganzen Reise.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast und dein schönstes Erlebnis bei car-tours.ch Reisen?

Eine ganze Gruppe Westschweizer Gäste dankte mir mit dem wunderschönen Lied La Montanara zum Abschied. Das ging echt unter die Haut, es waren sehr gute Sänger in der Gruppe und ich musste mir fast ein Tränchen der Rührung wegwischen.

Wohin reist du privat?

Für private Reisen zieht es mich in den asiatischen Raum.

Berlin, Potsdam, Dresden

Wir sind gut angereist und freuen uns am ersten Tag auf die Stadtbesichtigung von Berlin. Viel hat sich geändert und gewandelt in den letzten Jahren in Berlin, überall wird gebaut, um- und neugestaltet und nebst dem immer noch nicht funktionstüchtigem Flughafen sind weitere Denkmäler die noch bearbeitet und restauriert werden müssen.

Ich hatte die Stadt kurz nach dem Mauerfall 1989 das erstemal besucht und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Damals unterschied sich der Ostteil noch sehr stark vom Westteil und es hat lange Jahre gedauert, bis die beiden Stadtteile wieder ohne sichtlichen Unterschiede zusammengeführt werden konnten. Begleitet von Jörg, mit seiner typischen Berliner Schnauze machen wir uns auf den Weg. Der erste Halt ist der Glockenturm des Olympiastadions, von wo wir einen wunderbaren Blick haben über die ganze Stadt. Dann führt unser Weg weiter auf dem Kurfürstendamm, vorbei am „holen Zahn“ der Gedächtniskirche, vorbei am KAWEDE (Kaufhaus des Westens) weiter zum Checkpoint Charly. Da sahen wir auch noch die letzten Überreste der Mauer, heute eingezäunt, damit die Touristen keine Brocken daraus herausschlagen können. Wer hätte sich zu DDR Zeiten träumen lassen, dass die Mauer einmal geschützt werden muss wegen Abbruchgefahr….

Jeder Bezirk dieser Stadt mit der bewegten Vergangenheit hat seine eigenen Merkmale. das Gebiet der Oberklasse mit ihren Alleen und den dahinter versteckten Prunkvillen, bis hin zum populären Bezirk Kreuzberg, genannt Little Istanbul da sich hier die viertgrösste Türkische Gemeinde nach Istanbul, Ankara und Izmir befindet und durch die „Knoblauch“ Metro Linie mit der restlichen Stadt verbunden ist.

In flottem Tempo geht die Stadtrundfahrt weiter durch das Diplomatenviertel, auf der Prachtsstrasse Unter den Linden zum Brandenburger Tor mit der Quadriga, dem Reichstagsgebäude, dem Regierungssitz, dem Potsdamer Platz mit Sicht auf den „Alex“,den Fernsehturm, vorbei am Schloss Bellevue mit der Siegessäule, nahe der Museumsinsel, der Philharmonie, durch den Tierpark mit Sicht auf den „langen Lulatsch“ zum Bahnhof Zoo, wo wir einen Essens- und Bummelrast machen, bevor wir uns am Nachmittag im DDR Museum über das Leben hinter dem Stacheldraht informieren lassen und vieles selber anfassen und hautnahe erleben können.

Nachher bleibt wieder Zeit zum bummeln, einige machen eine Bootsfahrt auf der Spree, andere spazieren durch das historische Nikolaiviertel mit den engen Gässchen, bevor uns am Abend im Altberliner Restaurant zur Gerichtslaube, ein typisches Berliner Menü serviert wird (Berliner Bouletten). Müde, aber voller neuer Eindrücke kehren wir in unser Hotel in Potsdam zurück.

Der nächste Tag beginnt mit einem längeren Spaziergang durch eine wunderbare Parkanlage zum Neuen Palais, begleitet von Vogelgezwitscher und geführt durch den lokalen Reiseführer Jörg mit seinem ausgesprochenen Berliner Dialekt. Da stand ein mit Plattgold verzierter Teepavillon mitten im Park, ohne spezielle Überwachung, herrliche Marmorstatuen wiesen uns den Weg zum Neuen Palais. Der ganze riesige Park ist frei und kostenlos zugänglich für jedermann, ist nicht eingezäunt und die wunderbaren Statuen und sonstigen Wertgegenstände stehen da einfach so herum im Park, wir konnten es kaum fassen.

Dann ging’s weiter in die wunderschöne Parkanlage von Schloss Sansouci, erst zum Grab von Friedrich dem Grossen, der hier neben seinen elf Hunden begraben liegt. Das Innere des Lust Schlosses bringt uns sein Leben und Werk näher. Es sind unglaubliche Wertgegenstände, Gemälde, Kronleuchter und alte Bücher hier ausgestellt, dies alles dokumentiert und erklärt durch einen Schlossführer. Wir können nur staunen.

Später lädt uns die Altstadt Potsdams mit ihren vier Türmen und dem holländischen Viertel, „Klein Amsterdam“ genannt, zum bummeln und verweilen ein und auch die russische Kolonie Alexandrowka bleibt uns in Erinnerung. Auf Schritt und Tritt begegnen wir der bewegten preussischen Geschichte dieser Stadt die so lange Zeit hinter der Mauer lag und für uns nicht zugänglich war.

Am nächsten Tag ging’s in Richtung Dresden mit einem Halt im Spreewald. Im Hafen Lübbenau warteten bereits zwei Kähne, mit denen wir auf der Spree und ihren etlichen Seitenwasserwegen herumschipperten. Der Kahnkapitän stiess uns mit einem 4 m langen Eichenholz Ruder vorwärts und erzählte dabei viel Interessantes über den Spreewald. Unterwegs legte der Kahn am Ufer an und eifrige Leute boten uns Schmalzbrote, Spreewälder Essiggurken und andere Köstlichkeiten an. Alle haben diese Fahrt auf diesen ruhigen Gewässern genossen, denn es ist wirklich etwas Einmaliges. Ich werde mir in Zukunft sicher einmal den TV Krimi aus dem Spreewald anschauen.

Am Abend wurden wir dann in einem typischen Dresdner Restaurant mit Sauerbraten und Rotkohl verwöhnt.

Die Stadtbesichtigung in Dresden führte uns zum Nobelbezirk Blasewitz, dann am Elbeufer vorbei, mit einem kurzen Stop in der Pfunds Molkerei. Dann ging’s zu Fuss weiter in der historischen Altstadt mit dem Zwinger, der Frauenkirche und vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Alle waren sich einig, dass Dresden, auch Elb Florenz genannt, eine wunderschöne Stadt ist.

Am Abend gingen wir als krönender Abschluss in die Semper Oper und kamen in den Genuss einer hervorragenden Aufführung der Puccini Oper La Bohème. Der standing Ovation Applaus am Schluss ging wirklich unter die Haut. Es war ein wunderschöner letzter Abend, alle haben ihn genossen.

Mit vielen schönen Erinnerungen an diese tolle und erlebnisreiche Woche machten wir uns am nächsten Tag auf die Heimreise.

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