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Amsterdam & Tulpenblüte

Bericht vom 29. April – 02. Mai 2022 | Bus Nummer 12                              

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Amsterdam & Tulpenblüte 1

Gisela Jähn

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Mit 30 hatte ich den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung – deshalb habe ich mich beim Imholz beworben und habe mehrere Jahre als stationäre Reiseleiterin vor allem für Städtereisen gearbeitet. Nach fast 20-jährigem Unterbruch arbeite ich nun seit Mai 2014 bei car-tours.ch, da einen die Reisebranche nie loslässt.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Die Vielfältigkeit dieses Berufes! Man lernt viele neue Menschen und Länder kennen, keine Reise ist wie die andere. Man kann sehr selbständig
arbeiten.

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Ich bin flexibel in meinem Tun, kann mich gut anpassen und auf Menschen aller Art eingehen. Habe nie schlechte Laune !

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Man ist mit Gleichgesinnten zusammen, es entstehen Bekanntschaften oder sogar Freundschaften. Der Endpreis für den Kunden ist attraktiver.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei Car-Tours am besten?

Wie oben schon erwähnt, dass man sehr selbständig arbeiten kann. Man darf Beruf und Hobby verbinden.

Was unterscheidet car-tours von anderen Reisegesellschaften?

In erster Linie: Es ist immer eine Reiseleitung mit dabei. Exklusive Musikanlässe und Preis- Leistung ist unschlagbar.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Auf jeden! Jeder ist auf seine Art einmalig.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Eine gutes Verhältnis zu den Kunden, eine kollegiale Zusammenarbeit mit dem Fahrer und ein attraktives Programm.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Beim Konzert einer Blasmusik im Tirol hat mein Chauffeur dem Dirigenten gesagt, dass seine Reiseleiterin „unbedingt“ mal eine Kapelle dirigieren möchte ! Natürlich musste ich auf die Bühne und die Gäste, und auch ich, hatten an meinen Dirigentenkünsten unheimlich
viel Spass!

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Unbescheiden darf ich sagen, dass ich sehr viele tolle Komplimente von den Gästen bekomme.

Amsterdam & Tulpenblüte

„Wenn der Frühling kommt, dann schick ich Dir Tulpen aus Amsterdam“…….die heimliche Hymne der Niederlande kennt wohl jeder ! Mit 47 Gästen im Gepäck starteten wir am frühen Morgen in St. Gallen zu unserer „Blumen-Reise“. Dieter, unser erster Chauffeur brachte uns mit dem modernen Car von „Hello Travel“ bis nach Egerkingen, wo unser Hauptchauffeur Dani nach der Kaffeepause den Bus übernahm.

Die erste Tagesroute führte uns via Strassburg, Metz, Luxemburg, Brüssel und Antwerpen bis nach Sint Michielsgestel, einer Kleinstadt etwa 100 km südöstlich von Amsterdam gelegen. Das charmante Hotel „de Ruwenberg“, ein ehemaliges Klosterstift, sollte unser Domizil für die nächsten drei Nächte sein.

Nach einem stärkenden Frühstück vom reichhaltigen Buffet ging’s am Folgetag Richtung Amsterdam, ihres Zeichens Hauptstadt der Niederlande, allerdings nicht Regierungssitz. Dieser befindet sich in Den Haag, wo auch die Königsfamilie um König Willem Alexander und Königin Maxima mit ihren drei Kindern ihren Wohnsitz hat. Das Königreich der Niederlande, die offizielle Bezeichnung des flächenmässig unwesentlich grösseren Landes als die Schweiz, wird im Volksmund fälschlicherweise oft als Holland bezeichnet. Der Name Holland gilt allerdings nur für die bedeutendste der zwölf Provinzen, die sich im nordwestlichen Teil des Landes befindet. Zum Gebiet der Niederlande gehören zudem die Karibikinseln Aruba, Bonaire, Curaçao, Sint Maarten, Saba und Sint Eustasius. Zusammen mit Belgien und Luxemburg bilden die Niederlande die BeNeLux-Staaten und gehören seit 1992 zur EU. Ungefähr die Hälfte des Landes liegt weniger als 1 Meter über, rund ein Viertel unterhalb des Meeresspiegels. Geschützt wird das Land deshalb von Deichen.

Mit ca. 840’00 Menschen ist Amsterdam die einwohnerstärkste Stadt und wird nebst ca. 80 km Grachtenkanälen vom Hauptfluss Amstel durchflossen. Sollten die Deiche brechen, steht die Stadt praktisch vollständig unter Wasser. Deshalb gibt es ein ausgeklügeltes System, das permanent Wasser aus dem Amsterdamer Becken pumpt und über Schleusen ins offene Meer spült. Die Häuser der Stadt, die auch „Venedig des Nordes“ genannt wird, stehen auf Hunderttausenden von Fichtenpfählen, die rund 11 Meter in den Untergrund gerammt wurden. Wichtig dabei ist, dass die Pfähle permanent im Wasser stehen und nicht mit Sauerstoff in Berührung kommen, da sie sonst innerhalb weniger Jahre verrotten und die Stadt in sich zusammenfallen würde. Deshalb muss der Wasserstand sehr genau überwacht werden.

Während einer Stadtrundfahrt erfuhren wir von unserer lokalen Reiseleiterin Irma viel Wissenswertes über die interessante Metropole. So unter anderem auch, dass die 800’000 Einwohner gesamthaft etwa 1 Mio. Fahrräder haben, d.h. viele Menschen haben nicht nur eines, sondern zwei Velos. Eines für den Alltag und eines für besondere Gelegenheiten. Seinen „Drahtesel“ in dem fast unüberschaubaren Gewimmel von Zweirädern wieder zu finden, ist eine Kunst. Man muss auf dem speziell gekennzeichneten Velowegen zudem höllisch aufpassen, dass man als Fussgänger im wahrsten Sinne des Wortes nicht unter die Räder kommt, nehmen sich die Velopiloten doch das Recht heraus, stets Vortritt zu haben !

Gleich anschliessend an die Stadtführung stand eine 75-minütige Grachtenfahrt auf dem Programm. Das Wort  Gracht kann man mit Graben oder Kanal, die künstlich angelegt wurden, übersetzen. Früher dienten diese kilometerlangen Wasserwege rund um das Stadtzentrum, die als Grachtengürtel bezeichnet werden, als Warentransportwege zu den direkt daran liegenden Lager- und Kaufmannshäusern, sowie zur Entwässerung und Verteidigung. Leider fungierten sie auch als offene und entsprechend unappetitliche Kloaken. In der heutigen Zeit dienen die Grachten in erster Linie dem Tourismus in Form der zahlreichen Touristenboote. Gesäumt werden sie aber auch von vielen Hausbooten, die man in diversen Ausführungen bestaunen kann. Von der einfachen Nussschale bis hin zum luxuriös ausgebauten Wasserpalast findet man alles. Diese Boote haben Stromanschluss und sind an der Kanalisation angeschlossen. Bei der Mehrheit der Bäume entlang der Kanäle handelt es sich um Ulmen, da deren Wurzeln senkrecht wachsen und so nicht die Gefahr besteht, dass die Grachtenmauern seitlich durchstossen werden.

Der Nachmittag stand den Gästen zur freien Verfügung, sei es für einen Besuch in einem der berühmten Museen, der Heineken Brauerei oder einem ausgiebigen Shopping-Bummel durch die belebten Fussgängerzonen. Ein Besuch in einem Hanfladen, in dem legal Cannabis-Produkte verkauft werden dürfen, sollte dabei als typisch „holländisch“ nicht fehlen. Da findet man vom Lutscher über Kekse bis zum offenen „Gras“ alles Erdenkliche mit dem unverwechselbaren Marihuana-Geruch.

Nach einem weiteren leckeren Abend- und Morgenessen stand der dritte Tag unter dem Motto „Tulpen Tulpen Tulpen“ ! Keukenhof hiess unser Ziel, 120 km südwestlich von Amsterdam gelegen. Der Keukenhof, deutsch übersetzt „Küchengarten“ war ursprünglich ein Kräutergarten beim Schloss Keukenhof, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein Gartenplan erstellt, der die Grundlage des heutigen Parks bildete. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Keukenhof als Frühlingsblumenschau eingerichtet und blieb es bis in die heutige Zeit. Jeweils 7-8 Wochen im Frühling ist der 32 Hektar grosse Park mit 4,5 Mio. Blumenzwiebeln in 100 Variationen dem Publikum zugänglich. Hauptthema sind traditionellerweise die Tulpen in unzähligen Farben, Formen und Grössen, daneben blühen aber auch Hyazinthen, Narzissen und Orchideen, zudem etwa 2500 Bäume in 87 Variationen. Ein wahrer Rausch der Sinne ! Die verblühten Blumen inklusive deren Zwiebeln werden jeden Herbst komplett entfernt und für das folgende Frühjahr von wahren Gartenkünstlern in phantasievollen Formationen wieder neu gesetzt. Jedes Jahr beherrscht ein anderes Thema die Ausstellung, dieses Jahr war es „Blumenklassiker“. Durch den Park ziehen sich 15 km Spazierwege, es gibt Themen-Stationen mit zumeist königlichen Namen, z.B. Willem Alexander, Beatrix, Wilhelmina, Juliana oder Oranje Nassau, das offizielle Adelsgeschlecht der niederländischen Monarchie.

Zudem findet während der Ausstellung jährlich einmal während den 7 Wochen ein Blumenkorso statt, der 40 km von Noordwijk nach Haarlem führt. Auch dieser hat ein eigenes Thema, 2022 war dies, zum 75-jährigen Jubiläum „Celebrating Memories“. Dieses Thema wurde in die Designs der 30 Paradewagen integriert. Da sah man Schwäne, Fische, Tiger, Indianer, Schlösser und noch viele weitere phantasievolle Blumenarrangements, die von freiwilligen Helfern in stundelanger Arbeit hergestellt wurden.

Dass die Tulpe ursprünglich nicht aus den Niederlanden, sondern aus den Bergen von Kasachstan stammt und ihr Name zurück bis nach Persien („dulband“) sowie in die Türkei („tülbend“) geht – daran stört sich niemand der täglich bis zu 25‘000 Besucher. Es ist einfach schlichtweg phantastisch, dieses Naturschauspiel erleben zu dürfen.

Auch die Reiseteilnehmer konnten sich kaum sattsehen an dieser Pracht und viel zu schnell ging die Zeit vorbei und wir traten den Rückweg zu unserem Hotel an.

Über die Niederlande zu berichten, ohne typische Sehenswürdigkeiten, Gebrauchsgegenstände oder kulinarische Leckerbissen zu erwähnen, geht nicht! Ins Auge stechen einem als erstes die imposanten Windmühlen. Leider gibt es heutzutage nur noch etwa 1000 Mühlen im ganzen Land verteilt, einige davon werden nach wie vor zum Trockenlegen von Sumpfgebieten, ihrem eigentlichen Sinn, genutzt. Nur mehr ganz wenige sind noch als Getreidemühlen in Betrieb oder stehen für Besucher in Freilichtmuseen offen.

Käse-auch das ist Holland. Zwar müssten wir als Schweizer nicht des Käses wegen in die Niederlande reisen aber ein feiner Gouda, ein Leerdamer oder ein „stinkiger“ Limburger werden gerne als Souvenir nach Hause mitgenommen. Weniger überriechend aber ebenso typisch sind die „Klompen“, die Holzschuhe, die es in diversen bunten Ausführungen und Grössen zu kaufen gibt. Sei es als Fussbekleidung, Schlüsselanhänger, Aschenbecher, Schnapsglas, die Form ist immer dieselbe. Der Schuh wurde früher vor allem wegen seiner Schwimmfähigkeit getragen. Da ein Grossteil der Niederlande unter dem Meeresspiegel liegt, hatten die Einwohner oft mit Überschwemmungen zu kämpfen. Wenn einem dabei der Schuh vom Fuss rutschte, kam er, da Holz schwimmt, wieder an die Oberfläche. Zudem isoliert der Klompe gut, hält die Füsse bei Kälte schön warm und bei Hitze kühl.

Am Montag früh hiess es leider schon wieder Abschied nehmen und via Maastricht, Strassburg ging es zurück an die diversen Ausstiegsorte. Bepackt mit vielen schönen Erinnerungen trennten sich unsere Wege leider wieder nach viel zu kurzer Zeit.

Wir bedanken uns herzlich bei Euch allen und freuen uns auf ein Wiedersehen irgendwo und irgendwann.

Ihr wart wundervoll !

Herzlichst

Gisela & Dani

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